"unser Klerusverband geht als gesunder ... Gottesbaum aus diesem Sturme hervor."

 
  In den Bombennächten des Jahres 1945 waren viele traditionsreiche Gotteshäuser in Schutt und Asche niedergesunken. Und doch war es für viele ein Zeichen der Hoffnung, als Kardinal Faulhaber in jener erschütternden ersten Fronleichnamsprozession nach dem Krieg das Allerheiligste durch das zertrümmerte München trug: Die Kirche hatte als einzige bedeutende Organisation geschlossen den nationalsozialistischen Terror überdauert und mit ihr der Klerusverband, so dass Prälat Stadler in der ersten Ausgabe des Klerusblattes nach dem Krieg im Oktober 1946 den Priestern zurufen konnte: "Unser Klerusverband geht als gesunder, lebenskräftiger, wenn auch heftig gerüttelter Gottesbaum aus diesem Sturme hervor."  
  Schließlich gehört hierher die grundsätzliche und gerade von Kritikern der Kirche oft gestellte Frage: Hätte die katholische Kirche nicht noch eindeutiger und radikaler Stellung nehmen gegen das Dritte Reich, hätten nicht aus den Reihen der Priester mehr Persönlichkeiten aufstehen müssen, die ohne jeden Kompromiss für ihren Glauben und die Lehre der Kirche kämpften? Einige Antworten auf diese Fragen geben der Verbandsvorsitzende Dr. h. c. Franz Stadler und sein Landessekretär Alois Natterer in der ersten Ausgabe des "Klerusblattes" nach dem Krieg: Es ging in dieser Zeit meist nicht um die große Aktion, sondern um das Bestehen und Widerstand, der oft an anderer Stelle nur noch größere Repressalien provoziert hat. Die nationalsozialistische Propaganda wollte keine Märtyrer, an deren Gräbern sich neuer Widerstand gesammelt hätte, sie wollte viel mehr das langsame Abgraben und Einschnüren. Und schließlich musste die katholische Kirche bei aller Ablehnung gesprächsbereit bleiben für eine Regierung, deren Ende noch nicht abzusehen war.  
  Nach dem Rückblick auf die Jahre der Unterdrückung und einem Gedenken an die Opfer des NS-Terrors sind die ersten Hefte des wiedererstandenen und auch von Pius XII. freudig begrüßten Klerusblattes hauptsächlich der Aufmunterung und dem Wiederaufbau gewidmet. Inzwischen war nach dem plötzlichen Tod des engagierten Prälaten Prof. Dr. Joseph Gmelch, der das Klerusblatt anfangs zusammen mit seinem Freund Prof. Dr. Ludwig Bruggaier, dann seit 1939 allein bis zum Verbot 1943 redigiert hatte, Alois Natterer als Hauptschriftleiter eingesprungen, und er gab auf der ersten Generalversammlung des Klerusverbandes nach dem Krieg - am 23./24. Juli 1947 im Kloster Schäftlarn - den Lagebericht: Die Mitgliederzahl war von ca. 4000 bei der Gründung nach einem Höchststand im Jahr 1939 bei etwa 6200 nun wieder auf etwa 5000 gesunken; das Vereinsvermögen war infolge von Kriegsschäden um ca. 20 Prozent gesunken; in der Rechtsschutzabteilung, wo in den Jahren 1933 bis 1945 jährlich etwa 85 Fällen anstanden, war 1946 nur dreimal Hilfe nötig, die apologetische Abteilung konnte und musste mit der allseits wiedererlangten Pressefreiheit ihre Arbeit gegen die üblichen Angriffe wieder aufnehmen, und aus der Abteilung "Klerushilfe" konnte der Erwerb eines "Objektes" in München gemeldet werden, in dem vor allem Emeriten und Studenten Unterkunft finden sollten. Konkret ging es auch um den Wiederaufbau der Bibliothek an der Theologischen Fakultät in Würzburg und um die neue Seelsorgsituation, die der Krieg mit Vertreibung und Umsiedelung gebracht hatte. Schließlich sandte der Klerusverband "dem hochverehrten Oberhirten der Erzdiözese München-Freising, seinem treuen, in Freud und Leid gleich wohlwollenden Schutzherrn" den "Treugruß" und dem bayrischen Ministerpräsidenten Dr. Hans Erhard versprach er "aktive Mitarbeit am Wiederaufbau des Vaterlandes".  
  1946 war Alois Natterers bereits erwähnte umfassende Dokumentation "Der bayrische Klerus in der Zeit dreier Revolutionen" zum 25jährigen Jubiläum des Klerusverbandes erschienen, ein ungeheuer fleißiges Werk, das zusammen mit Johannes Neuhäuslers "Kreuz und Hakenkreuz" (München 1946) zu den unverzichtbaren Quellen bei der Beschäftigung mit der bayrischen Kirche im Dritten Reich gehört und als solches auch von Papst Pius XII. in einem Handschreiben an den Autor gewürdigt wurde. Für die Zeit nach 1945 gibt es bisher keine zusammenfassende Darstellung über den Klerusverband. Die Quelle dafür ist das "Klerusblatt", das ja wie ein Seismograph die bayrische Kirchengeschichte begleitet. Dabei ist das "Klerusblatt" klein Regionalanzeiger der bayerischen Bistümer einschließlich Speyers, es informiert über die Landesgrenzen hinaus auch über Ereignisse der Weltkirche und hält unter der Rubrik "Aus der Vatikanstadt" die Verbindung mit Rom.  
  Wesentliche Bestandteile des Klerusblattes sind naturgemäß die Personalia: sie berichten über Ernennungen, Berufungen, Jubiläen, sie bringen Nachrufe von Bischöfen sowie von verdienten Verantwortlichen des Klerusverbandes, wodurch das Blatt eine Art aufgefächerter Bistums- und Verbandsgeschichte schreibt. So etwa beim Tod des Würzburger Bischofs Matthias Ehrenfried am 30. Mai 1948, der aus der Zeitschrift "Christliche Schule" im Jahr 1919 des "Klerusblatt" entwickelt und bis zu seiner Berufung auf den Bischofsstuhl 1924 als Schriftleiter begleitet hatte. Als sein Nachfolger steuerte der spätere Eichstätter Generalvikar und Dompropst Dr. Ludwig Bruggaier zusammen mit Dr. Josef Gmelch das Klerusblatt von 1925 bis 1937, wobei er - wie es im Nachruf (1970) heißt - "mit Umsicht und Festigkeit christliche Geisteshaltung und Weltanschauung gegen die Willkür und den Ungeist der nationalsozialistischen Machthaber" verteidigte. Fixpunkte eines jeden Klerusblatt-Jahrgangs sind die alljährlichen und abwechselnd in den sieben bayrischen Diözesen sowie im Bistum Speyer tagenden Generalversammlungen des Verbandes: die Einladung, die Grußworte des gastgebenden Ortsbischofs und dann die Tagesergebnisse mit Berichten über Mitgliederstand, Finanzen und mit Informationen über die unveränderten Säulen des Klerusverbandes: Beratung, Rechtsschutz, apologetische Abteilung und Klerushilfe. Darin enthalten sind auch die nicht zu unterschätzenden Verhandlungsergebnisse, die der Klerusverband in allen Fragen der Besoldung, Krankenversicherung und Alterversorgung von Priestern und deren Hausangestellten erzielt hat.  
  Darüber hinaus bietet das Klerusblatt Aufsätze aus allen Bereichen der Theologie. Einige davon sind aus der Zeit heraus und lediglich für den Tag geschrieben. Aber beim Durchblättern von über 80 Jahrgängen ist man doch sehr oft zum Verweilen eingeladen und man bedauert bei manchen grundlegenden und von literarischer Kraft geprägten Beiträgen, dass sie nicht einem breiteren Kreis von Lesern zugänglich sind. Bei der Fülle von illustren Autorennamen - kaum einer aus der katholischen Geisteswelt ist nicht vertreten - verbietet es sich eigentlich, den einen oder anderen herauszugreifen, aber wenn es hier dennoch geschieht, dann nur mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die Willkürlichkeit dieses Herausgreifens.  
  Da das "Klerusblatt" - wie Alois Natterer anlässlich der erwähnten Generalversammlung in Schäftlarn betont - zu 93 % von Seelsorgern gelesen wird, nehmen pastorale Themen und praktische Themen und praktische Hinweise für Priester einen breiten Raum ein. Da gibt es Informationen über angebliche Marienerscheinung in Heroldsbach (1950), über die Zeugen Jehovas (1941) und über den Stand der Grabungen unter der Peterskirche (1950) bis hin zu dem Thema "Wie braue ich mir selbst gesundes Kunstbier für den Pfarrhof". Aber abseits solcher Kunstbier-Kuriosi gibt es im "Klerusblatt" zahlreiche theologische, pastorale und juristische Beiträge. Für letztere zeichnete bis zu seinem Tod (1955) fast ausschließlich der Münchner Weihbischof Dr. Anton Scharnagl verantwortlich. Er war schon bei der Gründung des Klerusverbandes dabei gewesen, war Professor für Kirchenrecht in in Freising. 1919 bis 1933 Abgeordneter im bayrischen Landtag und hatte maßgebend am Entstehen des bayrischen Konkordats von 1925 mitgewirkt.  
  Scharnagl, der zu seinem goldenen Priesterjubiläum (1951) im "Klerusblatt" gebührend geehrt wird, gehört zur alten Garde, von der Natterer sagt: "Wir Alten müssen daran denken abzudanken und anderen Platz machen." Dementsprechend teilt sich Natterer seit 1946 mit Ludwig Rindfleisch die Arbeit im Landessekretariat und mit Prof. Dr. Joseph Mayer die Schriftleitung des Klerusblattes, die beide bald darauf als alleinige "Ressortchefs" firmieren. Gerade in der Nachkriegszeit, als in den meisten Pfarrhäusern die einschlägigen Informationsquellen fehlen, macht Prof. Mayer († 1967) das Klerusblatt zu einer wertvollen Materialsammlung. Außerdem kann er das bereits seit 1922 erscheinende "Pfarramtsblatt", das alle für Priester wichtigen Erlasse der kirchlichen und weltlichen Behörden zusammenfasst, zum 1. Januar 1950 wieder ins Leben rufen. Und wenn er auch das "Klerusblatt" zum 1. Januar 1956 in jüngere Hände gibt, so bleibt er dem "Pfarramtsblatt" doch bis 1963 als Schriftleiter verbunden. Sein Nachfolger wird Dompropst Josef Lederer (Eichstätt), der das "Pfarramtsblatt" fast 30 Jahre begleitet und 1992 an den Eichstätter Kirchenrechtler Prof. Dr. Peter Krämer weitergibt; ab Januar 1997 wurde das "Pfarramtsblatt" vom Geschäftsführer des Klerusverbandes, Dr. Florian Trenner, betreut.  
  Einen deutlichen Einschnitt - nicht nur in der Geschichte des Klerusverbandes - bedeutet der Tod von Kardinal Faulhaber am 12. Juni 1952. In der Trauerpredigt und im Nachruf nennt ihn Weihbischof Scharnagl den eigentlichen Gründer des Klerusverbandes, der schon zwei Wochen nach dem Sturz der Monarchie an die Priester den Aufruf zum Zusammenschluss ausgegeben hatte, und er bezeichnet den Tod des Kardinals vorausschauend und zurecht als das Ende einer Epoche. In der Tat hatte ja der Kardinal in den 40 Jahren auf dem Stuhl des hl. Korbinian wie kein anderer die Geschicke der Erzdiözese bestimmt und sie von der Monarchie über Revolutionen, Terror und Kriege bis in die ersten Jahre der jungen Bundesrepublik begleitet.  
  Mit seinem Nachfolger Joseph Kardinal Wendel, der wenige Wochen später im Klerusblatt mit dem Treuegruß willkommen geheißen wird, zieht dann eine neue Generation ins Erzbischöfliche Palais ein. Dennoch bleibt der Geist Faulhabers auch über dessen Tod hinaus lebendig, dessen Forderung nach Sammlung aller positiven Kräfte und Werte auch heute noch seine Gültigkeit hat und etwa 1953 in den Abkommen des Klerusverbandes mit dem "Evangelischen Pfarrverein" und mit dem "Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverband" - unter Respektierung der jeweiligen Unterschiede - eine konkrete Erfüllung erfahren hatte.  
  In den fünfziger Jahren rücken auch in der Leitung des Klerusverbandes jüngere Kräfte nach. So schreibt im Klerusblatt Nr. 1 des Jahres 1955 Dr. Joseph Holzer als neuer Vorsitzender des Verbandes zum ersten Mal den Neujahrsgruß an die Mitglieder; ein Jahr später teilt sich Prof. Mayer die Schriftleitung des Klerusblattes mit Leon von Kukowski, der 1957 die alleinige Verantwortung übernimmt und mit neuen Ideen und Anregungen aus der Leserschaft dem Blatt zu mehr Breitenwirkung und Aktualität verhelfen möchte, was sich im Laufe der folgenden Jahre schon äußerlich durch reichere Bebilderung - vor allem zu moderner Kirchenkunst - durch einen Anzeigenteil und einen größeren Umfang ausdrückt.  
  Ein großer Verlust für den Klerusverband ist der Tod des unermüdlichen Prälaten Alois Natterer am 8. Februar 1957, des "zähen Schwaben", der 32 Jahre lang das Landessekretariat geleitet und die Sache des Verbandes zu seiner eigenen gemacht hatte. Die Amtsgeschäfte freilich hatte er schon ein Jahr vorher an Ludwig Rieder (1912-1996) übergeben. Und Rieder beklagt in seinem ersten Jahresbericht auf der Generalversammlung in St. Ottilien, dass vor allem aus der jüngeren Priestergeneration wenige neue Mitgliedschaften zu vermeiden seien, weshalb er eine Werbeaktion anregt, die im Jahr darauf tatsächlich 251 Neuanmeldungen zeitigt.  
  Bereits 1955 war auf der Generalversammlung beschlossen worden, die Abteilung "Klerushilfe" aus steuerlichen Gründen zu verselbständigen. Neben des traditionellen Aufgaben stand der Bau eines Priestererholungsheimes an. Den Baugrund dafür in Garmisch-Partenkirchen hatte Prälat Martin Danner durch die testamentarische Stiftung von Frau Anna Pischl erhalten, und am 19. Dezember 1957 kann Kardinal Wendel das neue "Priestererholungsheim St. Josef" feierlich seiner Bestimmung übergeben, das - inzwischen mehrfach erweitert und verschönert - nicht nur für zahlreiche Priester zu einer Stätte von Schwestern der Hl. Familie betreut, seither wirken dort die Schwestern Unserer Lieben Frau vom Provinzhaus in Vechta/Oldenburg.  
  Zwei übergreifende Ereignisse bestimmen - auch für den Klerusverband - das Jahr 1958: Da ist zum einen die 800-Jahrfeier der Stadt München, derer das Klerusblatt mit einer Sondernummer gedenkt und in seinen Festbeiträgen dazu (u. a. von J. Spörl, R. Sattelmaier, M. Hartig, N. Lieb und H. Schnell) München als "geistliche Stadt" mit ihrer engen Verbindung zum katholischen  Glauben darstellt. Zum anderen bringt das Jahr 1958 den Tod von Papst Pius XII., der ja seit seiner Zeit als Nuntius in Bayern eine besondere Beziehung zum "Land von den Bergen" und nicht zuletzt zum Klerusverband hatte. Entsprechend würdigt ihn auch Abt Dr. Hugo Lang mit seinem Nachruf in der Nr. 21 des Klerusblattes. Schon die nächste Nummer trägt das Bild Johannes' XXIII., und Weihbischof Johannes Neuhäusler kann dem bayrischen Klerus das "Habemus Papam" zurufen.  
Bereits 1959 wirft der Eucharistische Weltkongress des Jahres 1960 in München seine Schatten voraus, auf den das Klerusblatt seine Leser u. a. mit einer mehrteiligen Geschichte der Eucharistischen Kongresse von P. Rudolf von Moreau SJ und einem Beitrag „Eucharistie – das Leben der Kirche“ von Alois Winkelhofer vorbereitet. Entsprechend steht beinahe der ganze 1960er Jahrgang des „Klerusblattes“ im Zeichen des Weltkongresses, etwa mit grundlegenden Artikeln von Josef Andreas Jungmann SJ („Corpus Christi mysticum“), Abt Emmanuel Maria Heufelder („Die Eucharistie und die Einigung der Christenheit“), P. Raimund Ritter („Die Eucharistiekatechese bei den Vätern“), Friedrich Zoepfl („Die Eucharistie im Leben und Brauchtum des Volkes“) oder Joseph Ratzinger („Grundgedanken der eucharistischen Erneuerung des 20. Jahrhunderts“). Ausführlich berichtet das „Klerusblatt“ auch von jener umfassenden Aufstellung „Bayerische Frömmigkeit“, die die enge Verflechtung von Kirche, Kunst und Kultur in Bayern verdeutlicht hat. Und natürlich werden auch das Päpstliche Grußwort sowie die wichtigsten Predigten des Kongresses veröffentlicht, vor allem jene, die Kardinal Wendel am 8. Juni 1960 in der Münchener Domgruft anlässlich der Generalversammlung des Klerusverbandes gehalten hatte. Es ist eine programmatische und über den Tag hinaus gültige Ansprache, die zuerst ganz allgemein das Wesen der Institutionen als notwendig und – in der Gestalt der Kirche – als von Christus eingesetzt verteidigt: „Lasst uns nicht Formen zerschlagen, die vielleicht des Geistes entbehren, lasst uns vielmehr bemüht sein, bewährte Formen wieder mehr mit Geist zu füllen“. Eine notwendige Institution jedenfalls sei der Klerusverband, der sich, geprägt vom Gehorsam, in der gegenseitigen Unterstützung von Bischof und Priesterschaft bewährt habe, der als Gemeinschaft des „Wir“ erfolgreicher sein kann als ein einzelner, und zwar nicht nur bei der Lösung von wirtschaftlichen und irdischen Fragen, sondern auch in der Stärkung der priesterlichen Haltung. Dazu sei das „Klerusblatt“ ein wichtiges Organ, das der Kardinal den Priestern ausdrücklich zur Lektüre empfiehlt.
Für den Klerusverband sollte dies die letzte Predigt Kardinal Wenzels vor seinem überraschenden Tod in der Silvesternacht 1960/61 sein. Und der Verbandsvorsitzende Joseph Holzer ruft dem Verstorbenen Worte des Dankes nach, der seinem Klerus immer jenen Geist gewünscht habe, der in „Güte, Liebe und Freude“ echter Confraternität dienen sollte.
Als dann im Juni 1961 das Bild des neuen Erzbischofs von München und Freising, Julius Kardinal Döpfner, auf der Titelseite des „Klerusblattes“ erscheint, entbietet der Klerusverband seinem Oberhirten „in aufrichtiger Freude“ den „ehrfurchtsvollen Treuegruß“, und wie so oft stellt das „Klerusblatt“ auch hier ein aktuelles Ereignis in den großen Rahmen der Geschichte, ohne die ja Gegenwart nicht denkbar und verstehbar ist, etwa durch Georg Schwaigers Beitrag über „Kardinäle auf bayerischen Bischofsstühlen“ (1961). Ferner feiert Speyer 1961das 900-jährige Jubiläum seines Kaiserdoms, das auch im „Klerusblatt“ ausgiebig gewürdigt wird, wie überhaupt häufig die traditionelle Verbundenheit des Bistums Speyer mit den bayerischen Diözesen und ihrem Klerus – über die politischen Grenzen hinweg – betont wird. Erwähnt sei aus diesem „Klerusblatt“-Jahrgang außerdem ein grundlegender Artikel von Bernhard Häring über „Demut und Glanz der priesterlichen Berufung“.